Eine Stunde Spiel
ersetzt viele Stunden Therapie Eine Betreuerin

 

„Kann man von Musik zuviel erwarten?“, fragte Yehudi Menuhin. Für den großen Geiger und Dirigenten galt es immer auch, die Musik zu den Beladenen und Benachteiligten dieser Welt zu tragen. Gleichzeitig wollte er junge und talentierte Künstler fördern. Beides vereint die Organisation Live Music Now, die der weltberühmte Musiker 1977 in England gründete.

Die jungen Live Music Now-Musiker erhalten Stipendien und spielen dafür in Krankenhäusern, Kinderheimen, Gefängnissen und Obdachlosenheimen – kurz überall dort, wo Menschen sind, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine Konzerte besuchen können. Die Musik gibt den Zuhörern Mut, Kraft und Trost. Für viele ist sie eine Brücke ins Leben und hilft dort, wo Worte allein versagen.

Das große Erbe Lord Menuhins führen seit 1992 auch Vereine im deutschen Sprachraum fort. 18 sind es inzwischen in Deutschland, vier im Nachbarland Österreich und einer in der Schweiz. In Leipzig ließen sich 2010 engagierte Menschen von der Idee begeistern und veranstalten mittlerweile mehr als 50 kostenlose Konzerte im Jahr.

Das benötigte Geld kommt über Spenden und Benefizkonzerte zusammen, alle Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich.

Gerade feiern wir den 25. Jahrestag des Herbstes 1989. In Leipzig haben während der Wende Lieder wie „Dona Nobis Pacem“, „Die Gedanken sind frei“ und „Freude schöner Götterfunken“ Kraft für große Veränderung gegeben. Natürlich kann man von Musik nie zuviel erwarten.